Istanbul - Beijing 2004
April 22, 2004
Dardanellen
Nachdem wir beide schon mehrmals Down-Under waren und um die Bedeutung des ANZAC (Australian-New Zealand Army Corps)-Days für dıe Aussies und Kiwis wissen, wollten wir auch die historischen Hintergründe von 1915 besser kennenlernen. So durchquerten wir im Bus Thrakien bis ganz nach Westen auf die Dardanellen. Dort angekommen, übernahm uns Ali, ein kompetenter und witziger Tourguide, übrigens ein ehemaliger U-Boot Kapitaen. Erschütternd, wie sich hier am landschaftlich reizvollen Eingang zum Bosperus alliierte und türkische Truppen eine erbitterte Schützengrabenschlacht geliefert haben. Über 8 Monate ohne nennenswerte Fortschritte, aber mit knapp 500'000 Toten oder Schwerverletzten.
Wie mitten im Schlachtgetöse verbringen wir die naechste Nacht. Eine mazedonische Teenager-Gruppe sorgt bıs 04.00 Uhr für Radau. Übernaechtigt, aber erfolgreich erkaempfen wir uns eine Preisreduktion.
Troja
Die Ruinen der Quelle der westlichen Kultur (das römische İmperium sah als seinen Stammvater Aenaeos, den letzten überlebenden Prinzen von Troja) sind nicht überwaeltigend und Schliemann zerstörte vieles bei seinen unprofessionellen Grabungen. Trotzdem ist es ein erhabenes Gefühl hier zu stehen, seinen Blick wie Hektor über die grüne Ebene schweifen zu lassen und sich vorzustellen, wie Achilles auf seinem Streitwagen die Stadt umkreiste. Das vorhandene trojanische Pferd ist hingegen mehr was für die Kinder.