Istanbul - Beijing 2004
April 11, 2004
Istanbul
Beim Geldwechsel am Flughafen werden wir auf einen Schlag Millionaere, ohne eine einzige knifflige Frage beantworten zu müssen. Atemberaubend sind in Istanbul jedoch nicht nur die Menge der Nullen auf den Geldscheinen, sondern auch die Menschenmassen auf den Strassen. An einem gewöhnlichen Sonntagnachmittag auf dem Markt herrscht ein Gedraenge wie am Basler Morgenstraich, und der Laerm der überfüllten Strassenkneipen übertönt sogar den Ruf des Muezzin. Im Quartier rufen aermliche Haendler ihre Ware aus oder zanken sich Frauen unter unserem Fenster. Ruhe finden wir in den Moscheen oder öffentlichen Parks, wo man bei fliegenden Haendlern Tee kaufen und den flanierenden Menschen zuschauen kann.
Man laesst uns beobachten. Tradition und Moderne gehen Hand in Hand, wenn man coole Schuhe in Strassen findet, in denen sich wie im Basar ein Schuhgeschaeft ans andere reiht. Für viele junge Frauen scheint es kein Problem zu sein, das islamische Kopftuch mit modisch-frecher Kleidung zu kombinieren. Die Kultur zu verstehen ist schwierig, die Sprache zwecklos. Die Ausnahme bestaetigt die Regel: Am gişe (ş wie dt. sch) kauft man sich das bilet für den otobüs oder am büfe einen Imbiss. Für die Weıiterreise reicht das ja schon mal. Als Naechstes wollen wir uns die vielen Ruinen aus griechischer Zeit entlang der Küste anschauen.