<$BlogRSDURL$>
Istanbul - Beijing 2004
Mai 25, 2004
 
Chinesische Visa

Wie man uns telefonisch geraten hatte, erschienen wir puenktlich um 9 Uhr auf der chinesischen Botschaft. Doch hola, wir waren nicht die ersten. Umsonst versuchten wir zu verstehen, wie wir in diesem Gewuehl unseren Antrag stellen sollten. Bis wir das System durchschaut hatten, waren wir bereits die No. 154, - hoffnungslos, noch an diesem Tag den Schalter zu erreichen. Unsere Rettung waren die Schwestern Sita und Salome, mit deren Hilfe wir bis zur Konsularangestellten vordrangen. Diese teilte uns laechelnd mit, dass wir ein Empfehlungsschreiben der Schweizer Botschaft benoetigten. Nach zwei Tagen, einigen schweizerisch-chinesischen Telefonaten und ein paar endlosen Taxifahrten war es dann soweit: unser Antrag wurde angenommen. Nun mussten wir nur noch die Visagebuehren auf der Bank einzahlen. Die Zahlungsanweisung erschien uns zwar ziemlich chinesisch, effektiv war sie aber in Farsi. Was wir unterschrieben haben, wissen wir nicht, aber wenige Stunden spaeter erhielten wir unsere ersehnten Visa ausgehaendigt.

Tehran

Unsere neuen Freundinnen zeigten uns das Teppich- und das Nationalmuseum und luden uns zu sich nach Hause ein. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen und mit allerlei Spezialitaeten vollgestopft. Nicht so toll fanden wir die Fahrkuenste ihrer Kollegin - mit einer blutigen Anfaengerin durch den Tehraner Stadtverkehr, dass kostete Nerven. Denn was die hier im Verkehr so alles bieten, ist einfach unbeschreiblich. Vom rueckwaerts aus einer Autobahneinfahrt Herausfahren bis zum Parkieren vor dem Spitaleingang sieht man hier wirklich alles Verbotene mit einer absoluten Selbstverstaendlichkeit. Und dabei ist die Polizei zahlreich praesent und verteilt fleissig Bussen. Wirklich sicher vor den verrueckten Motorradfahrern haben wir uns nur im Bunker der Nationalbank gefuehlt. Hier wird die unglaublichste Juwelensammlung der Welt ausgestellt. Die Millionen von Diamanten, Rubinen, Smaragden usw. auf den verschiedensten Gegenstaenden sind wirklich eindruecklich.

Dank dem Regen vor unserer Ankunft in Tehran war die beruechtigte Luftverschmutzung relativ gering. Mit jedem der folgenden strahlenden Sonnentage verschwanden die nahen Schneeberge mehr in der gelb-braunen Dunstwolke, und wir beschlossen, nach dem Visastress einige Tage an das Kaspische Meer zu fahren - wo es wieder regnete. Am Rueckreisetag zeigte sich schliesslich doch noch die Sonne, so dass wir ein Foto mit dem blauen Meer mit nach Hause nehmen koennen. Geschafft haben wir es endlich auch, in einem modernen und schnellen Bus zu reisen. Trotzdem haben wir uns einige Inlandfluege gebucht. Iran ist einfach zu gross.



Powered by Blogger