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Istanbul - Beijing 2004
Mai 08, 2004
 
Kappadokien

Mit den ersten Sonnenstrahlen (Nachtbus) treffen wir im pittoresken Herzen der Türkei ein. Drei Vulkane lagerten hier bei ihren Eruptionen unterschiedlich harte Gesteins-schichten ab, so dass durch Erosion die bekannten Zuckerhutformationen entstanden. Die Menschen nutzten die weichen Felsen, um sich ihre Behausungen herauszu-schlagen. Sie gruben auch versteckte unterirdische Staedte, die auf bis zu 8 Stockwerken tief vom Stall bis zur Küche alles enthielten, um bis zu 5000 Leuten das Überleben für zwei Monate zu ermöglichen. İn Kriegszeiten versteckte sich hier die nicht wehrfaehige Bevölkerung und wartete ab, bis Perser, Römer, Araber, Türken und Mongolen auf ihren Feldzügen wieder weiterzogen. Bekannt ist Kappadokien aber v.a. als Wiege des Christentums, wovon hunderte von Felskirchen und Klöstern zeugen. Die Kirchen sind mit Geschichten aus der Bibel geschmückt, um den neuen Glauben einem möglichst breiten Publikum vermitteln zu können. Recht viele Fresken sind in erstaunlich gutem Zustand, die meisten sind aber durch Zerfall und Vandalismus stark beschaedigt. Wir geniessen es, auf eigene Faust durch die schönen Taeler zu wandern und in den vielen verlassenen Höhlen herumzustöbern. Abgesperrt sind nur die historisch wertvollsten Gebiete. Abgesichert ist praktisch nichts, so dass man unvermittelt vor einem Abgrund stehen oder im Halbdunkeln in ein Loch fallen kann. Apropos Loch, auch am Swimming-Pool hat es uns ausgezeichnet gefallen.

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